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Optimale Beleuchtung

Die Technik hinter der optimalen Beleuchtung

Vorschaltgeräte (VG)

Im Gegensatz zu Glühlampen müssen Leuchtstofflampen mit einem konventionellen (KVG) oder elektronischen (EVG) Vorschaltgerät betrieben werden, da der Strom sonst die Lampe zerstören würde. Die Vorschaltgeräte unterscheiden sich im Wesentlichen in der Betriebsfrequenz. Während das konventionelle Vorschaltgerät die Netzfrequenz von 50 Hz beibehält, wandelt das elektronische Vorschaltgerät die Frequenz in 25.000 Hz bis 40.000 Hz um.

Das bedeutet vereinfacht, dass eine Lampe, die mit konventionellem Vorschaltgerät betrieben wird, 50 mal in der Sekunde an und aus geht, was in vielen Fällen als Flackern wahrgenommen wird. Lampen, die hingegen mit elektronischem Vorschaltgerät betrieben werden, gehen so häufig in der Sekunde an und aus (25.000- bis 40.000-mal), dass ein Flackern nicht mehr wahrgenommen werden kann.

Es ist bekannt, dass die Flimmer-Verschmelzungsfrequenz im peripheren Teil der Netzhaut höher ist als im zentralen Bereich. Dies ist festzustellen, wenn man seitlich an einem alten Fernseher vorbeischaut oder auch beim Lesen mit einer mit konventionellem Vorschaltgerät betriebenen Lampe. Da hierbei der periphere Bereich der Netzhaut genutzt wird, wird das Flimmern verstärkt wahrgenommen. Besonders bei Personen mit makulären Läsionen (wie z. B. Makuladegeneration) besteht dieses Problem, da sie extrafoveal sehen.

Festkörperbeleuchtung (LED)

Die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der Beleuchtung ist die auf der Leuchtdiodentechnik basierende Festkörperbeleuchtung (LED). Die Lichterzeugung erfolgt hier durch die Entladung in einem festen Material. Elektronen, die ihre Umlaufbahnen ändern, sorgen dafür, dass andere Elektronen „angeregt“ werden und anschließend in ihren natürlichen Zustand zurückfallen, wobei sie die überschüssige Energie in Form von Strahlung abgeben. Die LED-Technik gibt es bereits seit vielen Jahren, jedoch aufgrund des bescheidenen Lichtstroms und der monochromatischen Lichtqualität existierten lange Zeit nur wenige Anwendungsbereiche. Leuchtdioden wurden hauptsächlich als Signalanzeige in Steuertafeln und in der Verkehrsbeleuchtung eingesetzt. Vor kurzem hat ein technologischer Durchbruch zu entscheidenden Fortschritten in der Leistungsfähigkeit geführt, wozu u. a. die Erzeugung von weißem Licht gehört. Somit gibt es völlig neue Möglichkeiten der Anwendung bei Akzent- und Allgemeinbeleuchtung.

Die wichtigsten Merkmale sind:

LEDs setzen neue Standards

Die Erzeugung von weißem Licht mithilfe von Leuchtdioden: Von Natur aus können LEDs ausschließlich monochromatische Farben erzeugen. Das heißt, dass für die Erzeugung von weißem Licht zwei oder mehr Farben miteinander kombiniert werden müssen. Eine der Lösungen für das Erzeugen von weißem Licht mit LEDs besteht darin, dass rote, grüne und blaue Halbleiterchips in einer einzigen Leuchtdiode zusammengefasst oder separate rote, grüne und blaue LEDs sehr dicht aneinander angeordnet werden und die abgegebene Strahlung optisch gemischt wird. Eine der gängigeren Methoden nutzt jedoch stattdessen LEDs, die ein blaues Licht ausstrahlen und mit einer Phosphorbeschichtung versehen werden, die einen Teil des blauen Lichts in gelbes Licht umwandelt, woraus in der Folge weißes Licht entsteht. Diese weißen LEDs erzeugen Farbtemperaturen von 2700 bis 8000 K. Durch die Anwendung mehrerer Phosphorbeschichtungen lässt sich das blaue Licht in weitere Farben umwandeln, wodurch sich der Farbwiedergabeindex auf einen Wert von über 80 verbessern lässt, was einem Gut bis Ausgezeichnet entspricht.

Lichtleistung LED

LED-Beleuchtung ist sicherlich die grundlegendste Neuerung in der Beleuchtungsindustrie seit der Erfindung des elektrischen Lichts. LEDs verwandeln die Natur der Beleuchtung von Grund auf, da sie neue Möglichkeiten zum Einsatz künstlichen Lichts für die Bereicherung der menschlichen Wahrnehmung bieten. In den neuen LowVision Leuchten von SCHWEIZER kommen die bewährten SMD-LEDs zum Einsatz. Sie sind extrem klein und halten extrem lange.

LED-Leuchten benötigen im Gegensatz zu den Energie-Sparern keine Starteinheit, sondern arbeiten mit Gleichstrom. Deshalb tritt kein störendes Flackern auf, Interferenzen mit anderen Energie- bzw. Lichtquellen sind nicht bekannt. Durch die Anordnung der LEDs und bei optimaler Positionierung der Leuchte wird das Lesegut homogen ausgeleuchtet und es erfolgt keine Blendung.

Eine optimale und richtige Beleuchtung kann den Vergrößerungsbedarf reduzieren und die Lesegeschwindigkeit sowie das Kontrastsehen verbessern. Das Lesen wird dadurch komfortabler. Sehbehinderte benötigen zur optimalen Ausnutzung ihrer (Rest-)Sehleistung eine optimale Beleuchtung, besonders am Lese- und Arbeitsplatz.
Deshalb muss bei jeder Anpassung von vergrößernden Sehhilfen die richtige Lichtfarbe mit dem Sehbehinderten bestimmt und die für ihn sinnvollste Leuchte gewählt werden.

Im Fortbildungsportal der OPTIK-AKADEMIE bieten wir Ihnen zu diesem Thema einen Video-Kurs:

LowVision Beleuchtung

Dieser Kurs steht Ihnen nach kurzer Registrierung / Anmeldung kostenfrei zur Verfügung!

Weitere Informationen zu entsprechenden Produkten und eine Spezialisten-Suche finden Sie auf www.sehbehindertenspezialist.de.

 

Bereitgestellt von
A. SCHWEIZER GmbH

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