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Die richtige Brille zur Lupe

Bei allen technischen und designorientierten Raffinessen ist es immer noch wichtig, dass die Lupe richtig angepasst wird. Entscheidend für den Erfolg ist die richtige Brille zur Lupe.

Eine Standleuchtlupe erzeugt in einer bestimmten Entfernung zum Auge ein Bild. Auf diese Entfernung muss das Auge akkommodieren. Kann das Auge nicht mehr ausreichend auf die Bildentfernung akkommodieren, so ist eine Lesebrille für die Entfernung Auge-Leuchtlupenbild einzusetzen. Wenn das Auge nicht akkommodieren kann oder die Lesebrille „nicht stimmt“, dann entsteht zwangsläufig kein deutliches Sehen mit einer Standleuchtlupe. Das Lesepult ermöglicht einen gleichmäßigen Abstand des Lesegutes zum Auge. Bei den meisten Lupenherstellern sind die Daten verfügbar, um eine passende Lesebrille mit der entsprechenden Leuchtlupe auszutesten.

Um das Ergebnis noch zu verbessern, ist die Auswahl der richtigen Brille zielführend. Dazu sind folgende Voraussetzungen zu beachten:

Das virtuelle Bild bei der Nutzung einer Lupe liegt zwischen 10 und 20 cm unter dem Lesegut. Auf diese Entfernung muss der Kunde akkommodieren bzw. die Brille eingestellt sein. Die Lesebrille lässt nur eine verkürzte Entfernung zu. Die Fernbrille ist ebenfalls in der Regel nicht ausreichend. Eine Gleitsichtbrille macht hier durch die Progressionszone eine Lupennutzung in ergonomischer Haltung möglich, sofern der Progressionskanal breit genug ist.

 

Entstehung des virtuellen Lupenbildes

Die beste Lösung ist jedoch eine zusätzliche Einstärkenbrille, die mit einer mittleren Addition so abgestimmt ist, dass der Kunde in entspannter Haltung die Lupe nutzen kann. Seine bisherige Brille mit einer Addition von +3,0 oder +3,5 dpt ist zu stark für den Gebrauch mit einer Lupe. In der Regel liegt der Additionswert für die „Lupen-Addition“ zwischen +1,0 und 2,0 dpt. Diese Brille wird von den Betroffenen gerne auch als Sehhilfe für die Zwischenentfernungen benutzt (Haushalt etc.). Bei Lupen mit höherer Vergrößerung (6-fach und mehr) ist nur noch eine Nutzung in kurzem Abstand vor dem Auge gegeben. Der Sehbehinderte findet hier den richtigen Abstand selbst. Ein bequemes Lesen am Tisch ist jedoch dann nicht mehr möglich. Empfehlenswert ist ein zusätzliches Lesepult.

Benutzung einer Handleuchtlupe

Bei der Benutzung einer Hand(leucht)lupe durch eine presbyope Person ist darauf zu achten, dass die Person mit ihrer Brille auch tatsächlich in der Lage ist, das durch die Lupe in einer bestimmten Entfernung entworfene Bild scharf sehen zu können. Presbyope Personen tragen normalerweise für das Sehen in der Nähe eine Nahbrille. Diese ermöglicht es nur, in einem relativ kleinen Entfernungsbereich scharf zu sehen. Das von der Lupe entworfene virtuelle Bild entsteht in einer bestimmten Entfernung vor der Lupe und somit auch in einer entsprechenden Entfernung vor dem Auge des Betrachters. Das heißt, die presbyope Person mit Nahbrille wird virtuelle Bilder dann scharf sehen können, wenn sich das virtuelle Bild im Nahpunkt der Nahbrille befindet.

Bei einer Hand(leucht)lupe kann durch Abstandsänderung der Lupe zum Objekt die Entfernung des virtuellen Bildes so eingerichtet werden, dass sich das Bild in der Nahpunktentfernung der Brille befindet. Dies gelingt presbyopen Personen im Allgemeinen ohne große Probleme, da sie den Abstand intuitiv so wählen, dass sie das Bild scharf sehen.

Im Fortbildungsportal der OPTIK-AKADEMIE bieten wir Ihnen zu diesem Thema einen Video-Kurs:

Lupenanpassung

Dieser Kurs steht Ihnen nach kurzer Registrierung / Anmeldung zum Teil kostenfrei zur Verfügung!

 

 

Bereitgestellt von
A. SCHWEIZER GmbH

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