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Metamorphopsien sind jetzt messbar

 

Verzerrtes, unscharfes Sehen...

Ein unscharfer Seheindruck im zentralen Gesichtsfeld oder verzerrte Konturen können auf eine Veränderung der Makula hindeuten. Ein Makulaödem wie z.B. bei der altersbedingten Makuladegeneration oder diabetischem Makulaödem aber auch eine epiretinale Gliose können die Ursache sein. Erkrankungen wie die Makuladegeneration erfordern eine kontinuierliche Kontrolle in Zusammenarbeit von Augenarzt, Optometrist, Augenoptiker und Betroffenem. Damit eine bestmögliche Sehqualität erhalten bleibt ist es wichtig, Anzeichen wie Verzerrungen (Metamorphopsien) frühzeitig aufzudecken und im Verlauf der chronischen Erkrankung Rezidive rechtzeitig festzustellen. Die High Tech Medizin bietet dafür in spezialisierten Kliniken und Praxen die optische Köharenztomographie (OCT) und die Fluoreszenzangiographie an, bei der nach Pupillenerweiterung ein Kontrastmittel in die Armvene gespritzt wird. Für die Betroffenen stand bisher das altbewährte Amsler Gitter zur Verfügung, das jedoch nur eine qualitative Aussage zulässt. Zudem ist es schwierig, sich den verzerrten Seheindruck für einen Vergleich zu merken. Im Rahmen ihrer jahrelangen Tätigkeit als Augenärztin sah Dr. Daniela Claessens hier ein Defizit. Sie fand IT-Kompetenz in Person des Ingenieurs Ronald Krüger. Gemeinsam stellten sie die Frage: warum messen wir die Verzerrungen nicht einfach?

 

Makulaerkrankungen: Lücke zwischen Patient und High-Tech Medizin geschlossen

Verzerrtes Sehen (Metamorphopsie) als typische Erscheinung bei altersbedingter Makuladegeneration betrifft in Deutschland ca. 4,5 Millionen Menschen, kann jedoch auch bei Zuckererkrankung, Blutgefäßverschlüssen, Kurzsichtigkeit und epiretinaler Gliose auftreten. Präzise Untersuchungsmethoden wie die optische Kohärenztomografie (OCT) und wirksame Therapien ermöglichen es, die Sehkraft zu erhalten, jedoch nur wenn die Erkrankung und ihr Wiederauftreten rechtzeitig festgestellt werden. App4eyes hat für das interaktive Programm AMD - A Metamorphopsia Detector® 2017 ein deutsches Patent erhalten. Erstmals können nun Verzerrungen beim Augenoptiker gemessen werden. Dies ermöglicht eine Verlaufskontrolle und den schnellstmöglichen Zugang zu notweniger Diagnostik und Therapie.

 

AMD – A Metamorphopsia Detector® -

ein sinnvolles Instrument für Patient und Augenoptiker

Das Metamorphopsiemodul des AMD – A Metamorphopsia Detector® basiert auf dem Amsler Gitter. Die Software geht von dem Konzept des Negativbildes aus: ein verzerrtes Gittermuster muss aus Sicht des Patienten durch den Einsatz der Computer Maus begradigt werden. Nachdem der Patient eine ihm verzerrt erscheinende Linie gerade gebogen hat, ist sie für das gesunde Auge verzerrt. Bei der Berechnung des AMD-Index werden Ausmaß dieser Begradigung (en), Lage (zentral oder peripher) und Ausdehnung dieses Areals als Einzelmesswert und als Gesamtindex angegeben. Die Trendanalyse zeigt den Verlauf grafisch an. Eine Umrechnung in ein 3D-Modell dient der Veranschaulichung.


Mit dem Gesichtsfeldmodul des AMD – A Metamorphopsia Detector® ist es möglich Gesichtsfeldausfälle zu dokumentieren oder Metamorphopsieareale zu kennzeichnen. Lage und Ausdehnung werden als Skotomindex angezeigt.


 

Was sagen die Gründer von app4eyes ?

Dr. med. Daniela Claessens, Augenärztin in Köln: „Dieser quantifizierbare Test kann eine frühe Diagnose der Erkrankung und ihrer Rezidive erleichtern und so eine rechtzeitige Therapie mit besseren Erfolgschancen und höherer Lebensqualität ermöglichen.“

Ingenieur und IT-Spezialist Ronald Krüger: „Als einfach anzuwendender Test kann AMD – A Metamorphopsia Detector® den subjektiven Seheindruck objektiv erfassen und durch den Vergleich mit gespeicherten Werten eine genaue Verlaufskontrolle ermöglichen.“

 

Wissenschaftliche Daten/ Veröffentlichungen

 

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OPTIK-AKADEMIE

Metamorphopsien sind jetzt messbar1
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