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Kepler-Systeme

Kepler-Systeme sind in der Regel über einen Bereich von ca. 20 cm bis unendlich fokussierbar. Die Kepler-Systeme erzeugen ein Bild, welches auf dem Kopf steht. Erst durch Verwendung eines Umkehrprismas erscheint das entstehende Bild aufrecht und ist somit für terrestrische Beobachtungen geeignet.


Als vergrößernde Sehhilfe eingesetzt ermöglichen die Kepler-Systeme höhere Vergrößerungen. Sie werden meist als Folgesysteme für eine Nachversorgung verwendet. Wenn sich die Sehleistung verschlechtert hat, der Sehbehinderte bereits mit einem Galilei-System versorgt ist und auch gelernt hat mit einem Fernrohrsystem umzugehen.
Lupenvergrößerungen von 3x bis max. 6x werden in Systemträger eingearbeitet. Die höheren Vergrößerungen werden überwiegend als Monokulare für die Orientierung im Freien eingesetzt.

Die Kepler-Systeme von SCHWEIZER bieten drei verschiedene Nutzungsmöglichkeiten, d. h. die Fernrohr-Systeme können genutzt werden als:

Normale fokussierbare Systeme:
Standard-System mit Einstellung von der Nähe, 20 cm bis unendlich. Das System ist somit für die benötigte Distanz einstellbar.

Systeme für individuell festgelegten Einstellbereich:
Begrenzt fokussierbares System, z. B. TV-Entfernung bis Nähe 20 cm, die Einstellung erfolgt mit einem Fokusstop-Ring. Ein Fokusstop-Ring dient zur vereinfachten Benutzung von Kepler-Systemen. Bei der Verwendung des Fernrohr-Systems, z. B. zum TV-Sehen, wird das System durch den anpassenden Augenoptiker auf diese Entfernung eingestellt und der Fokusstop-Ring auf dem Gehäuse so fixiert, dass er bei einer Fokussierung einen Anschlag bildet. Zum Lesen kann der Sehbehinderte das Objektiv herausdrehen, also für die Nähe fokussieren. Zurück zur TV-Entfernung muss das System lediglich bis zum Anschlag zurückgeschraubt werden.

Fixfokus-System:
z. B. Einstellung auf TV-Entfernung und für die Nähe, dann mit entsprechenden Aufstecklinsen (ähnlich wie beim Galilei-System). Zu diesem Zweck wird z. B. für das Fernsehen (TV-Sehen) die erforderliche Einstellung zuerst durch Fokussierung vorgenommen und dann mit der Fixierschraube am Fernrohrgehäuse arretiert. Für die Nähe können Aufstecklinsen verwendet werden.

Kepler-Systeme sind eine Folgeversorgung von Galilei-Systemen bei höherem Vergrößerungsbedarf. Die Anpassung erfolgt in ähnlicher Art und Weise. Es sind nur einige Punkte zu beachten, was zum einen am kleinen Durchmesser der Austrittspupille von 3 mm liegt und damit verbunden mit einem kleineren Gesichtsfeld, zum anderen an dem großen Scheitelabstand beim Testen mit der Prüfbrille.

Im Fortbildungsportal der OPTIK-AKADEMIE bieten wir Ihnen zu diesem Thema einen Video-Kurs:

Fernrohrlupenbrillen in der LowVision Versorgung

Dieser Kurs steht Ihnen nach kurzer Registrierung / Anmeldung zum Teil kostenfrei zur Verfügung!

Weitere Informationen zu den entsprechenden Produkten und eine Spezialisten-Suche finden Sie unter www.sehbehindertenspezialist.de.

 

Bereitgestellt von
A. SCHWEIZER GmbH

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Bereitgestellt von

A. SCHWEIZER GmbH